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GKR: Heavy Hitters (GKR steht für Giant Killer Robots) ist das erste Kickstarter-Spiel, das von Weta Workshop erfolgreich realisiert wurde. Das Spiel ist ein taktisches Miniaturen-Gefechtsspiel mit einer interessanten Deckbau-Mechanik für 1 bis 4 Spieler und 60 bis 180 Minuten.

was ist GKR: Heavy Hitters?

GKR: Heavy Hitters ist der beliebteste Zuschauersport der Zukunft, bei dem sich Roboter und Drohnen in verlassenen Städten bekämpfen und übrig gebliebene Wolkenkratzer mit Werbung versehen. 

Jedes der vier Teams besteht aus einem Piloten, einem Riesenroboter à la Pacific Rim und drei weiteren Unterstützungseinheiten. Anschließend stellt man sich sein individuelles Kartendeck zusammen. Und dann kann der Kampf um Ruhm, Vermögen und Werbetafeln auch schon losgehen.

Super ist auch, dass jede GKR- und Support-Einheit (47 mm groß) im Spiel einzigartig designt wurde und somit den vier Teams eine eigenständige und lebendige Atmosphäre verleiht. Alle Einheiten machen einen robusten und qualitativ guten Eindruck, da diese aus einem strapazierfähigen Kunststoff geformt wurden. Die Support-Einheiten wurden leider nicht lackiert, sind aber im gleichen Farb-schema und wenigstens getuscht, sodass sie das Gesamtbild sehr gut abrunden.
Die Wolkenkratzer sehen gut aus und wenn sie vom Spielfeld entfernt werden, bleibt eine Trümmerruine darunter zurück, was die Detailliebe und Atmosphäre im Spiel nur noch mehr unterstreicht.

Das Erste, was man beim Öffnen der Schachtel bekommt, ist Gänsehaut, so war es auf jeden Fall bei mir. Ich habe schon viele Miniaturen-Brett- oder Tabletop-Spiele gesehen und gespielt und bis dahin war CMON die Firma, die mich in Staunen versetzen konnte und bei der mein Herz höher schlug, wenn ich ihre Miniaturen (z.B. Rising Sun) ausgepackt und begutachtet habe.  Aber diese vier "Heavy Hitters" (139 mm groß) sehen vom Design über die Lackierung, den Detailgrad bis hin zur Verarbeitungsqualität einfach nur opulent und atemberaubend aus und stellen in der Kombination jegliche Konkurrenz für mich in den Schatten.



OPULENTE DESIGN-OPTIK
wer ist eigentlich
weta workshop?
Weta Workshop kommt auf
 38 Auszeichnungen

DAVON 5 OSCARS UND 4 BAFTAS

In der Brettspielszene waren sie bis dato unbekannt, dafür in der Filmlandschaft schon alte Hasen. Weta Workshop ist ein mehrfach ausgezeichnetes Designstudio und eine physische Fertigungsstätte, die die Unterhaltungs- und Kreativbranche der Welt bedient. Sie haben fünf Oscars und vier BAFTAs für ihre Arbeit an Filmen, der „Herr der Ringe“ -Trilogie und „King Kong“ erhalten. Aber sie haben auch an zahlreichen weiteren Filmprojekten gearbeitet und mitgewirkt, wie z.B. an District 9, Avatar, den beiden Hobbit-Trilogie, Elysium, Godzilla, Chappie, Mad Max: Fury Road, Ghost in the Shell, Blade Runner 2049 und zuletzt Pacific Rim: Uprising. Wie man bei diesem Film-Portfolio erkennen kann, sind sie Experten im SciFi- und Fantasy-Genre, aber können sie auch Brettspiele?
Lasst uns es doch gemeinsam herausfinden.

Was ist GKR: Heavy Hitters jetzt denn genau für ein Spiel? Ist es ein Tabletop (Miniaturen-Spiel), ein Wargame (Gefechtsspiel) oder doch ein klassisches Brettspiel? Für mich ist es auf jeden Fall eine sehr gute Kombi aus allem. Aber viel unkomplizierter und zugänglicher und dazu noch interessanter als die Konkurrenz. Deswegen eignet es sich auch gut für Brettspieler oder diejenigen von Euch, die ihre ersten Erfahrungen mit einem Miniaturen- oder Gefechtsspiel machen wollen. Warum das für mich so ist, versuch ich euch kurz zu erläutern.


unterschied zum klassischen tabeltop?

Einer der größten Unterschiede, die die GKR so anders als bisherige Tabletop-Spiele macht, ist das Kampfsystem. Denn dieses wurde innovativ modifiziert. Zuerst sucht sich jeder Spieler einen von 4 (bzw. 8 bei der Kickstarter-Version) Piloten aus, die alle kleinen Modifikationen und Vorteile im Spiel besitzen und somit schon einmal für leichte Abwechslung sorgen. Anschließend wird jeder Spieler sein persönliches, auf seine Strategie abgestimmtes, Kartendeck erstellen. Für jedes der vier Heavy Hitters Teams gibt es 59 Karten, aus denen du 25 Karten auswählen musst, um ein Deck zu erstellen (was für weitere Varianz im Spiel sorgt).

Es gibt Primär- und Sekundärwaffen, Einsatz-, Bewegungs-, Reaktions- und Orbitalschlagkarten. Das eigene Deck wird wie bei einem klassischen Deckbuilder gespielt und verleiht dem Spiel eine Mischung aus Strategie und Glück, weil man zu keiner Zeit weiß, welche seiner Karten man wann zieht bzw. ausspielen kann.

Aber genau dieses Spielelement schenkt dem Spiel die interessante Würze und verhindert gleichzeitig, dass man nicht immer nur mit seiner stärksten Waffe auf den nächsten Gegner losgeht, sondern sich an die Ausgangslage anpassen muss.

Ein weiterer Aspekt und Unterschied zu Standard-Tabletop Spielen wie auch Wargames ist die Treffer- und Schadens-berechnung im Spiel. Denn das eigene Deck spiegelt gleich-zeitig die eigenen Lebenspunkte wieder.

Schaden bekommt man nicht nur durch gegnerische Angriffe, sondern auch durch das Ausgeben von zu viel Energie, die man in der Runde verwendet hat. Für jeden Schaden, den man somit erhält, muss man eine Karte von der Hand oder vom Nachziehstapel abwerfen, was richtig weh tun kann.

Energie ist der dritte Aspekt, den man hervorheben muss, da dieser sehr oft und schnell unterschätzt wird. Man könnte auch sagen, dass GKR eine Energie-Management-Komponente besitzt. Wer damit am besten umgeht, wird am Ende wahrscheinlich als Sieger hervorgehen.
Die Heavy Hitters benötigen nämlich für Bewegung und für die Verwendung sowohl der primären als auch der sekundären Waffen Energie. Die Spieler erhalten aber nur 5 Energiepunkte pro Runde und können diese bis zu weitere -5 Energie anzapfen, was aber für jeden Minuspunkt einen Schaden bedeutet.

"Somit ist es ist nicht nur ein reines Kampfspiel, sondern auch ein strategisches und taktisches Management-Brettspiel, bei dem man permanent überlegen muss wie viel Energie will ich wann ausgeben."

Die Kampfphase spielt sich für mich einfacher, übersichtlicher und schneller als übliche Tabletop- oder Wargames. Jeder Spieler wählt und legt gleichzeitig verdeckt die Waffenkarten aus seiner Hand aus, mit denen er schießen möchte und deren Energiekosten auch bezahlen kann.
Angriffe und Verteidigung werden klassisch über Würfel ermittelt, sind aber viel einfacher und eingängiger, als was man sonst so kennt, und deswegen auch für die breite Masse von Spielern zugänglicher.

In den meisten Tabletop- oder Wargames gewinnt der Spieler, der die geg-nerischen Einheiten eliminieren konnte (Deathmatch). Diese Siegbedingung gibt es natürlich auch bei GKR, hier muss man aber nur einen gegnerischen Heavy Hitter auf dem Spielfeld zerstören, um das Spiel zu beenden.

schaden
reichweite
energie-
kosten
waffentyp
feuer-
geschwindigkeit
waffenklasse

Jede Waffe hat Energiekosten, Reichweite und einen Schadenswert und einige Karten besitzen auch spezielle Fähigkeiten. Sobald jeder Spieler seine Karten ausgelegt hat, werden die Karten aufgedeckt und jede Waffe und Support-Einheit wird anhand des entsprechenden Waffenge-schwindigkeitswert ermittelt und abgehandelt.

Was das Regelheft auch sehr schön wieder-spiegelt. Es gibt zwar 38 Seiten, aber glaubt mir, die Regeln sind sehr gut strukturiert, einfach erklärt und werden anhand von bebilderten Beispielen sehr verständlich prä-sentiert und erläutert. 

Auch die englische Sprache ist für jeden verständlich und ich spreche da aus Erfahrung.

waffensystem

langzeit
spielspaß?

Es muss sich keiner Sorgen machen bezüglich Langzeit-spielspaß und Motivation bei GKR: Heavy Hitters. Da es zum einen vier Teams gibt, die sich alle unterschiedlich spielen und zugleich jede dieser Einheiten auch noch eine ausreichende Karten-Varianz besitzt, sodass man jede der vier Einheiten auch noch anders spielen kann.

Dazu kommt, dass durch die beiden Siegoptionen eine leichte Variabilität entsteht und man permanent gefordert wird, auf alles zu achten und nicht nur stur seine eigene Strategie zu verfolgen.

Die Support-Karten und das eigene Deck, dessen Karten man zufällig zieht, unterstützt auch noch die Varianz im Spiel und schenkt GKR somit auch eine Prise Glück, die
das Spiel aber zu keiner Zeit versalzen lässt.

Oliver von Brettspielen in Düsseldorf 
erklärt euch die Regeln zu 
GKR: Heavy Hitters 

Vor kurzem hat Weta Workshop ihre erste Erweiterung herausgebracht (Sweet & Salty Factions Expansion), die man online bestellen kann. Aber erschreckt nicht vor dem hohen Preis (ca. 110 €), der hat es in sich und ist, wie ich persönlich finde, eine Frechheit! Die Erweiterung schenkt den Spielern zwei weitere neue Teams und somit wieder viele neue Waffen, Einheiten, tolle Roboter, Karten und Ideen für viele neue Strategien und weitere Abwechslung beim City-Arena-kampf.




ERWEITERUNG

Bei der Kritik muss ich schon genauer hinschauen, aber es gibt einige Punkte die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Der erste Kritikpunkt bei GKR: Heavy Hitters sind die Sponsoren-karten. Zum einen erhält man diese viel zu schnell und dadurch sind sie nichts Besonderes. Sie sollten für mich wie z.B. bei „Tribute von Panem“ erscheinen, weil man Sponsoren beim Fight beeindruckt hatte. Leider bekommt man diese zu schnell und zu viele davon, was ich sehr schade finde.

Zum anderen sind einige Sponsorenkarten viel zu mächtig und dadurch nicht so gut ausbalanciert. Was dazu führt, dass einem Spieler krasse Vorteile im Spiel verschafft werden könnten. Entweder lässt man diese ganz weg oder erstellt sich in der Spielergruppe Hausregeln, so dass man da etwas entgegen-wirkt, wozu ich euch auf jeden Fall raten kann.




KRITIK

VERLAG:  Weta  Worksop, 
Cryptozoic Entertaiment 
AUTOREN:  Matt Hyra
GRAFIK: Leri Greer, Christian Pearce,         Paul M Tobin
ERSCHEINUNGSJAHR: 2018
SPRACHE: Englisch
SPIELER: 
1 - 4
ALTER: ab 12 Jahren
DAUER: 60-120 Minuten
PREIS: ca. 139,95 €

Vielspieler
fazit: carsten
fazit: oliver
Brettspiele Düsseldorf
Gaming Wolves
fazit: Tobias