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25 jahre
25 jahre MAGIC: THE GATHERING

DER URVATER DES SAMMELKARTENSPIELS FEIERT 25. JUBILÄUM

Im August feierte Magic: The Gathering (MTG), der Urvater des Sammelkartenspiels, seinen 25. Geburtstag. Dabei konnte es über diesen Zeitraum mehr als 20 Millionen Fans für sich gewinnen und begeistern. Angeblich soll es bis heute mehr als 20.000 verschiedene Karten geben, mit denen man sich Decks zusammenstellen und sich gegenseitig als Magier diese um die Ohren hauen kann. Mit der Zeit wurde aber nicht nur mit den Karten gespielt, sondern man kann auch sehr gute Geschäfte damit machen. Denn der Kartenmarkt floriert, was den Verkauf einer einzigen seltenen Karte für mehr als 87.000 Dollar unterstreicht! Zu Anfang gab es das Kartenspiel nur auf Englisch, wohingegen es jetzt in mehr als 12 Sprachen erhältlich ist und in 150 Ländern gespielt und vertrieben wird. Was auch der großartigen und treuen Fan-Gemeinde zu verdanken ist.

Wer hätte gedacht, dass ein Brettspiel namens Robo Rally am Ende dazu führte, die Geburtsstunde von Magic: The Gathering einzuläuten. Es hört sich an, als würde ich ein Märchenbuch aufschlagen und lesen. Denn genauso verrückt und fantasievoll hört sich diese Geburtsstunde an, aber auch spannend und vor allem interessant. Weswegen ich euch nicht weiter auf die Folter spanne und direkt zur unglaublichen Entstehungsgeschichte vom legendären und ersten analogen Sammelkartenspiel
Magic: The Gathering (MTG) blättere.

WIE EIN BRETTSPIEL
DIE GEBURTSSTUNDE VON MAGIC EINLEITETE

... als der der Game Boy, zur damaligen Zeit, die Konsole in ein neues Zeit-alter hievte

Genau zu dieser Zeit bot der amerikanische studierende Mathematiker Richard Garfield sein erstes Brettspiel Robo Rally dem damals in der Krise steckenden Verlag Wizards of the Coast an. Der Verlag lehnte aber das Brettspiel ab,
da die Produktionskosten einfach zu hoch
und nicht zu finanzieren waren.

Alles fing Anfang der 1990er an, als das Brettspiel „Adel verpflichtet“ von Klaus Teuber den Preis „Spiel des Jahres“ erhielt...

So tüftelte Richard Garfield an einem neuen Konzept für ein kostengünstiges Spiel, welches schnell und jederzeit zwischendurch gespielt werden kann, um damit die Finanzierung seines Brettspiels Robo Rally zu ermöglichen, welches die Geburtsstunde von Magic: The Gathering einleitete und somit das erste Sammelkartenspiel auf dem Markt wurde. Was zu dieser Zeit wohl noch niemand ahnen konnte, war, welche Popularität das Spiel am Ende haben würde und dass es bis heute zu den erfolgreichsten Sammelkartenspielen auf dem Markt gehört.

Das führte zum einen dazu, dass Wizards oft the Coast 1999 von Hasbro gekauft wurde, und zum anderen, das Richard Garfield durch diesen Erfolg nicht mehr mit Mathematik sein Geld zu verdienen  brauchte. 

das konzept hinter dem erfolg

Bei Magic schlüpfen zwei oder mehr Spieler in die Rolle von duellierenden Magier, die sogenannten Planeswalker (Weltenwanderer). Jeder Zauberer besitzt 20 Lebenspunkte, die man anhand von Spontanzaubern, Hexereien, Verzauberungen, Artefakten, Kreaturen, Planeswalkern und Ländern auf 0 zu reduzieren versucht, um somit das Spiel zu gewinnen. Allerdings gibt es noch weitere Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, wie z.B. den gegnerischen Zauberer zu zwingen, nacheinander alle Karten auf den Ablagestapel (Friedhof) zu legen. So kann dieser keine weiteren Zauber mehr ziehen und wirken und steht mit runter gezogener Hose da!

Blau

steht für Täuschung, Wissen, Illusion und kann Decks manipulieren und viele Vorteile verschaffen.

schwarz

steht für Tod, Ehrgeiz, Dunkelheit und kann Kreaturen töten und wiederbeleben

Um Karten auszuspielen, brauchen die Zauberer Mana (magische Energie), welche in Form von Ländern der jeweiligen passenden Farbe dargestellt werden. Dabei verwenden die Magier die Lehre der fünf Farben, die bestimmten moralischen Werten und Spieltaktiken entsprechen. Hier einige Beispiele, wie sich die unterschiedlichen Farben spielen und voneinander unterscheiden. Bei Magic stellt sich jeder Zauberer anhand dieser 5 Farben sein Deck zusammen. Dabei kann er auf jegliche Kombination und Anzahl der Farben zugreifen, was MTG so komplex, strategisch und vielfältig macht. In den meisten Decks werden nur eine oder zwei Farben verwendet, um das eigene Deck aus 60 Karten, inklusive Mana (Länder), zusammenzustellen.

Was macht Magic: The Gathering so beliebt und interessant, dass weltweit jedes Jahr sehr viel Geld für Pappe ausgegeben wird? Das liegt zum einen an der Magischen Formel vom jagen und sammeln. Denn wir sammeln bzw. jagen unheimlich gerne nach neuen Schätzen (In diesem Fall Karten), weswegen „Mein Schatz“ auch unser aller Motto lauten könnte. 

Denn die Magic-Karten werden in Booster-Packs (enthalten 15 zufällige Karten) verkauft. Da man nicht weiß, welche Karten man beim Kauf erwirbt, ist auch der Aspekt, den Booster zu öffnen, um zu schauen, welche Karten darin enthalten sind, ein magischer Moment. Dazu gibt es viele Karten, die alt sind und Seltenheitswert besitzen und unterschiedlich oft vorkommen, wodurch Sammler und Turnierspieler gleichermaßen angesprochen werden und diese Kombination deswegen auch so gut funktioniert.

WORIN LIEGT DIE
FASZINATION VON MAGIC?

Dustin von MagicShibby (YouTube)
öffnet die neuen Booster von der
Ultimate Masters Edition

Diese lassen sich halt gewinnbringend verkaufen oder tauschen. Ob im Laden oder unter den Spielern selber, die anhand von Sammelordnern ihre Karten dem Spieler präsentieren und ihr eigenes florierendes mobiles Geschäft mit dabeihaben. Dieses Jahr wurde eine der seltensten und stärksten Karten (Power Nine – den neun stärksten Karten) bei Magic, der „Black Lotus“ für mehr als 87.000 Dollar verkauft, was aufzeigt, wie rentabel das älteste Sammel-kartenspiel sein kann!

Zum anderen erfindet sich Magic jedes Jahr auf's Neue. Durch neue Themenbereiche wie z.B. die griechische Mythologie, Ägypten, Gothic-Horror bis zu einer gigan-tischen Riesenstadt, die wir Spieler jedes Mal durch's Spielen auf's Neue erleben und dadurch keinen Stillstand wahrnehmen.

alles was man für 

heutzutage kaufen kann

87 000$

Aber nicht nur die Themenbereiche verändern sich durch abwechselnde Zyklen, auch die Karteneffekte und -fähigkeiten unterscheiden sich dabei. Wodurch es jedes Mal neue Karten zu entdecken gibt, die mit immer neueren Fähigkeiten und Eigenschaften daherkommen. Wo wir Spieler uns dazu neue Strategien überlegen können, um unsere Gegenspieler auf immer neue Art und Weise zu besiegen. Was permanent Entertainment für Fans der 25-jährigen Magic-Historie bedeutet ohne das Gefühl von Stillstand. Dazu entwickelt Magic eine spannende Geschichte, mit vielen interessanten Charakteren, die wir als Planeswalker in Kartenform erleben und spielen können. Einige dieser Planeswalker begleiten die Magic Spieler seit Jahren, wie Nicol Bolas, Chandra oder Jace. Aber es kommen durch die wechselnden Editionen auch immer wieder neue hinzu.

einzigartige Charakteren

Die meisten Spieler zocken Magic zwar privat zu Hause mit Freunden. Aber gleichzeitig gibt es auch eine riesige Turnierszene, mit mehr als weltweit 50 Grand Prix Events jedes Jahr. Dazu wurden seitdem erscheinen bis jetzt, mehr als 10 Millionen offizielle Veranstaltungen organisiert. Es gibt über 150 Läden in Deutschland und Österreich, die Magic: The Gathering verkaufen und Turniere dazu organisieren.# Gleichzeitig gibt es bei Magic auch die interessantesten und lukrativsten Preise zu gewinnen, wodurch die Magic-Turnierszene immer weiter wächst und motiviert bei Laune gehalten wird. Beispielsweise kann der Gewinner bei einer Weltmeisterschaft ca. 40.000 Dollar gewinnen. Um daran aber überhaupt teilnehmen zu dürfen, müssen Spieler an vielen Turnieren teilnehmen, um sich dafür zu qualifizieren. Der bekannteste und erfolgreichste deutsche Magic-Turnierspieler ist Kai Budde (The German Juggernaut) - er konnte bis heute mehr als 350.000 Dollar gewinnen und gehört schon seit langen in die Hall of Fame vom Magic: The Gathering Universum.

RIESIGE TURNIERSZENE
HAT MAGIC DEN DIGITALEN
SPRUNG GESCHAFFT?

Dazu sage ich nur, lest den separaten Beitrag zu Magic Arena durch, dann wisst ihr, ob sich Magic auch endlich im Digitalen Mark etablieren kann. Das hat bis dato irgendwie nie richtig geklappt und ist jetzt wohl die letzte Möglichkeit, nicht den Anschluss zu verlieren und auch vom wachsenden und wichtigen E-Sport-Geschäft ein Stück vom Kuchen abzubekommen und in Zukunft dort mitzumischen.

                                                                            TOBIAS FRANKEN