*/1
Das Weltweit erste Unique-Kartenspiel
ohne Deckbau!

KeyForge: Ruf der Archonten ist das neue Kartenspiel vom Spieldesigner Richard Garfield, dem Erfinder von Magic: The Gathering. Aber zum Glück ist es kein weiteres TCG (Trading Card Game) oder LCG (Living Card Game). Es ist das weltweit erste Unique Game (Einzigartiges Deck-Kartenspiel). Was bedeutet, dass jedes Deck, das man kauft, einzigartig und somit ein Unikat ist. Unglaublicherweise gibt es 24 Millionen unterschiedliche und einzigartige Decks. Jedes Unique-Deck (UDG) hat einen eigenen Namen und Archonten-Avatar und ist mit einer eigenen einzigartigen Mischung aus Karten aus drei Fraktionen bestehend aus 36 Karten + Avatar/Deckliste (diese ist doppelseitig und dadurch die 37. Karte), Taktiken und strategischem Potential gefüllt.


 was ist keyforge? 

2016 stellte Richard Garfield FFG sein neues und ehrgeiziges Kartenspiel „Technic“ vor. Es war ein 1 gegen 1 Spiel, bei dem für jeden Spieler ein einzelnes zufälliges Deck aus einem lustigen, wenn auch frühen Spieldesign bestand. Für jedes Deck war eine völlig einzigartige Sortierung vorgesehen (aus einem festen Pool von Karten). Der Inhalt jedes Decks sollte von Spielern nicht angepasst werden, nicht vor, nicht während und nicht nach dem Spielen.

Richards Prototyp enthielt außerdem eine zufällige Namensgenerierung und eine prozedurale Darstellung der Kartenrückseiten für jedes Deck. Mit anderen Worten, jedes Deck hätte seinen eigenen Namen, seine eigene Kunst und seine eigene Spielpersönlichkeit!

Richards erste Technik diente als Kerndesign des Spiels, als das eingesetzte Team von FFG-Entwicklern mit der Arbeit an dem Spiel begann. Richards ursprüngliche Konzepte wie Karten ohne Spielkosten, drei Fraktionen pro Stapel und die drei Totems (spätere Schlüssel) sind als wesentliche Grundlagen des Spiels erhalten geblieben.


VON TECHNIC ZU KEYFORGE 

Der wohl größte Unterschied zu anderen TCG und LCG Kartenspielen ist der, dass man bei KeyForge seine Decks nicht verändern kann. „Aufschrei, Revolution“! Was gleichzeitig bedeutet, dass es keinen Deckbau gibt. Es werden auch keine Booster oder Karten nachgekauft, man spielt einfach mit seinem zufälligen erworbenen Deck. Es gibt auch kein Mana, Energie, Gold oder irgendwelche anderen Ressourcen, die schon Ermüdungserscheinungen haben. Theoretisch kann man jede Karte ohne Kosten ausspielen. 

Aber so einfach wird es den Spielern dann doch nicht gemacht, denn jedes Deck besteht aus drei von sieben Fraktionen. Und nur eine dieser drei kann pro Zug aktiviert werden, wodurch KeyForge zu einem richtigen Strategie-Brainburner wird. Zusätzlich dazu gibt es auch keinen Deck-Tod. Bedeutet, wenn der Nachziehstapel leer ist, wird der Abwurfstapel wie bei einem klassischen Deckbuilder wieder gemischt und zu einem neuen Nachziehstapel. Man zieht nach und spielt weiter.


 WAS MACHT KEYFORGE ANDERS? 

Ich konnte KeyForge schon auf Herz und Nieren spielen und testen. Denn zum Einen habe ich mir die print and play-Version (sieben Decks) heruntergeladen und kam zum Anderen in den Genuss, zusätzlich dazu noch an drei Turnieren (Asmodee Pre-Release und 2x Mage Store Düsseldorf Pre-Release) teilzunehmen. Dabei konnte ich bis jetzt nur wenig Unbalancing feststellen. Aber bei einem Deck muss ich anmerken, dass darin eine Karte enthalten ist („ Opferaltar“), womit man durch eine Aktion und das Verbannen einer befreundeten Mensch-Kreatur eine Kreatur aus dem Ablagestapel spielen kann. Aber im gesamten Deck gibt es nicht eine einzige derartige Kreatur. Und auch nicht die Möglichkeit, eventuell eine Kreatur des Gegenspielers – zumindest vorübergehend – zu einer „befreundeten Kreatur“ zu machen. Was für den Spieler einen Nachteil darstellt, weil er somit eine Karte nicht richtig spielen kann und dadurch eine spielbare Karte weniger enthält. Sie schenkt aber trotz allem dem Spieler ein Amber, welches im Spiel extrem wichtig ist, und ist somit nicht komplett nutzlos.


wie ist das balancing

Bei der Anzahl von Kombinationen wird wohl jedem klar werden, dass es ein fast unmögliches Unterfangen darstellt, ein vernünftiges Balancing zu Stande zu bringen. Aber die Frage ist viel mehr die, ist das überhaupt von Fantasy Flight Games so gewollt? Denn wenn der Spieler das Gefühl bekommt, sein Deck ist im Vergleich zu anderen Decks schlechter oder er ist als Spieler benachteiligt, wird er sich mit aller Wahrscheinlichkeit ein neues Deck zulegen, was aber keine Garantie gibt, dass dieses besser oder stärker ist. 

Oft liegt es aber auch daran, dass man mit einem Deck weniger gut klarkommt und es einem persönlich nicht liegt. Denn wenn wir anschließend getauscht haben, hat sich das wieder ganz anders angefühlt und der Spielausgang hat sich dann öfters gedreht!

Ansonsten hat die Ketten-Tabelle geholfen und fanden alle fair und gut geregelt. Denn die Lösungen, wie man schlechtere Decks durch die Ketten-Tabelle ausgleicht, finde ich eine gute Lösung und funktioniert. Man muss jetzt ganz genau abwägen, wie lange, wie viel Karten ich weniger pro Runde nachziehen darf, nur weil ich das vermutliche stärkere Deck spielen will.

Auch die Vorstellung, dass beide mit dem schlechtesten Deck zocken und bei Spielbeginn tauschen, ist super bedacht. So kann keiner den anderen hintergehen und man kommt zu einer ganz neuen Herausforderung!

Pia Bolenz 
Gewinnerin vom
MAGE STORE KeyForge
Pre-Realese Turnier
in Düsseldorf

Herzlichen Glückwunsch!

Ich habe am Pre-Release Turnier in Essen, welches von Asmodee ausgerichtet wurde, teilgenommen und konnte mir somit schon einmal einen guten Einblick verschaffen, was Turnierspieler erwartet.

Das Event war ausverkauft und es haben 64 Teilnehmer daran teilgenommen, davon ca. 30 % ausländische Spieler, die aus den Niederlanden, Frankreich und weiteren Ländern angereist kamen, um den Start von KeyForge mitzuerleben. Mein Ergebnis war zwar nicht der Rede wert (2:3), hatte aber sehr viel Spaß gemacht und meine Eindrücke vom Spiel haben sich dadurch nur noch verstärkt.


Des Weiteren habe ich beim Pre-Release Turnier Event vom Mage Store in Düsseldorf teilgenommen. Der Laden war gut besucht, da weit über 30 Spieler dran teilnahmen. Es waren einige Neulinge dabei und viele erfahrene Spieler, vorwiegend aus dem LCG-Bereich. Mir ist auch schon in Essen aufgefallen, dass der Anteil von LCG zu TCG-Spielern extrem hoch war. Diesmal wurde es im Vergleich zu Essen deutlich schneller gespielt, da man nur 30 Minuten Zeit hatte und gleichzeitig „Best of one“ gespielt wurde. Also bei einem Sieg ist das Spiel vorbei. Am Ende konnte sich in Düsseldorf eine der wenigen Frauen, Pia Bolenz durchsetzen und den Männern gekonnt aufzeigen, wie man richtig schmiedet!
An dieser Stelle nochmal Herzlichen Glückwunsch zum Sieg!

Wir sind gespannt, was sich Fantasy Flight Game aus-gedacht hat, um die Turnierspieler bei Laune und an der Stange zu halten. Und hoffentlich hat man aus den Fehlern gelernt, die man bei „Star Wars Destiny“ gemacht hat.

SEALED AUCTION: Spieler kaufen ein ungeöffnetes Deck. Jedes Deck wird geöffnet und allen Spielern gezeigt. Dann fängt die Auktion an, um zu bestimmen, welcher Spieler welches Deck im Turnier spielen wird. Die Spieler nominieren ein Deck durch Zufallsprinzip und der Spieler, der das Deck geöffnet hat, fängt an, auf die Ketten zu bieten. Dann wird reihum geboten, bis alle gepasst haben oder ein Deck haben. Das Deck, welches dadurch gewonnen wurde, wird für das gesamte Turnier das erste Spieldeck sein. Am Ende bekommt jeder das Deck zurück, welches er am Anfang (vor der Auktion) gekauft hat.

ADAPTIVE: Spieler bringen oder kaufen ein Deck. Die Spieler benutzen ihr eigenes Deck für das erste Spiel und das gegnerische Deck für das zweite Spiel. Falls bei einem Best of Three-Spiel ein drittes Spiel notwendig ist, starten die Spieler die Auktion mit dem Kettensystem für das Gewinnerdeck, beginnend mit dem ursprünglichen Besitzer des Decks.

SURVIVAL: Spieler bringen oder kaufen 2 Decks. Jede Runde wird 1 Deck ihrer Wahl gespielt und kann nicht mehr eingesetzt werden, wenn damit verloren wurde. Spieler scheiden aus, wenn sie keine Decks mehr haben.

GAUNTLET: Spieler kaufen oder bringen 3 Decks mit. Bevor ein Best of Three-Spiel startet, sucht sich jeder Spieler vom Gegenspieler ein Deck aus, welches nicht gespielt werden soll. Die Spieler selektieren dann im Geheimen eines der übrigen Decks aus, mit welchem sie anfangen wollen. Bei einem Sieg muss ein anderes Deck ausgewählt werden.

Es wird natürlich auch für KeyForge Turniere geben.
Hier wird es zwei Varianten geben:
● Sealed: hier kauft und spielt man ein ungeöffnetes Deck.
● Archon: Jeder Spieler bringt sein eigenes Deck mit und spielt dieses auf dem Turnier.

Sollte ein Spieler keins besitzen, kann er sich vorab noch ein Deck kaufen. Es soll aber noch weitere Ideen und Varianten von Turnierformaten in Zukunft geben.


wird es für keyforge 
turniere geben?

Thomas vom Brettspiel-Hero (YouTube)
erklärt Euch die Reglen
zu KeyForge!


KEYFORGE WEBSITE
UND COMPANION APP

Mit der App könnt ihr den QR-Code auf der Rückseite der Archonten-Karte eures Decks scannen. Alternativ könnt ihr auch einfach den fünfzehnstelligen Code auf der Rückseite der Archonten-Karte eingeben, um das KeyForge Deck eurem Profil hinzuzufügen. Sobald ihr eure Decks registriert habt, könnt ihr komplette Statistiken und Kartenlisten einsehen, Decks nach Favoriten sortieren und mit verschiedenen Filtern suchen, um sich auf jedes Match vorzubereiten. Dort könnt ihr Euch auch zu jedem Deck Notizen machen.

Eure Profilseite verlinkt direkt zu eurem Asmodee.net-Konto. Für jedes Deck, das ihr zum ersten Mal registriert und so entdeckt, erhaltet ihr eine Æmberscherbe, die als Währung von KeyForge dienen. Während des Aufbruchs der Entdecker verdient ihr Æmberscherben für die Entdeckung von Decks und könnt diese Scherben verwenden, um Zugang zu speziellen Events und Preisen zu erhalten.

Das neue Kartenspiel von Richard Garfield wurde gerade erst veröffentlicht, und schon werden für Decks mit bestimmten Karten bei Online-Märkten wie Ebay bereits horrende Preise bezahlt. Da jedes versiegelte Deck eine Kartenliste besitzt, kann man diese vergleichen und schauen, ob diese Kombi-nation, die Anzahl der der seltenen wie auch leistungsstarken Karten für einen lukrativ und interessant erscheinen.

So wurden für das gerade sehr beliebte Vier-Mann-Reiterkarten Deck (Sanctum), was dazu gleich zweifach enthalten war, bei Ebay in Großbritannien wahnsinnige 1.100 USD erzielt! Weitere Reiter-Decks werden aktuell zwischen 200 bis 400 Euro verkauft.

UNIQUE-SPIEL
WIRD ZUR GOLDGRUBE! 

Für mich gibt es so gut wie nichts zu kritisieren, weil ich Idee, Mechanik und Strategietiefe vom Spiel bis jetzt einwandfrei finde. Das Einzige, was überhaupt nicht klar geht, ist, dass es in der Grundbox keine kompletten Regeln zum Spiel gibt! Denn dort werden nur die Schnellstart-Regeln beigelegt, welche aber keinem was nützen, insbesondere den Neulingen nicht! Denn somit werden keine Fähigkeiten der Karten beschrieben und man schaut blöd in die Röhre!

 Ich weiß nicht, wie so etwas passieren konnte oder ob das eine Marketingstrategie von FFG / Asmodee ist. Denn die kann man sich jetzt bei Asmodee herunterladen. Aber für einen Preis von ca. 40€ geht so etwas nicht, wie ich finde.

Leider war das nicht das erste Mal, den bei bei Star Wars-Destiny war es leider genauso, sehr traurig!

kritik? 

Für die Viel- und Turnierspieler spricht die tolle Spielmechanik des Spiels. Die Grundregeln sind zwar sehr einfach gehalten, sind aber durch die vielen unterschiedlichen Fähigkeiten komplex und es steckt zusätzlich viel Strategie und Tiefe darin, wann man zu welcher Zeit eine seiner drei Fraktionen ausspielt und aktiviert. Ob man angreift oder erntet, um zusätzliche Kristalle zu erhalten. Die 7 Fraktionen spielen sich unter-schiedlich und in den jeweiligen Kombinationen spielt es sich dadurch schon sehr variantenreich und unterschiedlich. 

Die Spieler müssen das Deck beim Spielen entdecken und die Synergien selbständig herausfinden. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass man sich keine Youtube-Beiträge oder Deckseiten anschauen kann, um Strategien nachzubauen oder zu klonen. Was ich persönlich richtig gut finde, da man so endlich gegen verschiedene Decks spielt und nicht wie zuvor gegen immer die gleichen. Hier muss man wirklich selbständig sein Deck entdecken und herausfinden, wie man dieses am besten spielen und damit gewinnen kann. Was einen Reiz für den Viel- und Turnierspieler darstellt und damit auch diese Zielgruppe abdecken wird. Es geht halt nur darum, das Beste aus den Kombinationsmöglichkeiten des eigenen Kartenpools und seinem einzigartigen Deck herauszuholen.


ARGUMENTE FÜR  
VIEL- UND TURNIERSPIELER  

KeyForge ist in meinen Augen der perfekte Einstieg in die gehobene Kartenspiel-Kultur. Denn die größte Hürde bei den meisten Interessierten, Neulingen und Gelegenheitsspielern sind zum einen die fortlaufenden Kosten bei einem TCG- oder LCG-Format. Ob man jetzt durch Booster (TCG) zufällig Karten kaufen muss, um sein perfektes Deck zusammenzustellen, oder wie beim LCG monatlich zum Deckkauf gezwungen wird, wenn man „up to date“ bleiben möchte, all das kostet auf Dauer richtig viel Geld. Genau das fällt bei KeyForge (UGD) weg. Hier kann man einfach drauflos spielen und muss sich nicht intensiv und tagelang über bessere Karten, Upgrades oder das aktuelle Meta Gedanken machen.

Beispiel: Bei einem TCG kauft man sich drei Booster und kann damit noch nichts machen. Für das gleiche Geld erhält man bei KeyForge (UDG) ein fertiges, spielbares und dazu noch einzigartiges Deck und kann mit Freunden oder auf Turnieren los spielen!


 ARGUMENTE FÜR EINSTEIGER

VERLAG: Fantasy Flight Games, Asmodee
AUTOREN:  Richard Garfield
GRAFIK: Unterschiedliche
ERSCHEINUNGSJAHR: 2018
SPRACHE: Deutsch
SPIELER: 2 Spieler
ALTER: ab 14 Jahren
DAUER: 30-60 Minuten
PREIS: 
Starter Set: ca. 34 €
Decks: ca. 9 €

Vielspielerin
fazit: pia
fazit: Tobias
Vielspieler
Gaming Wolves
fazit: Tobias
Das Weltweit erste Unique-Kartenspiel
ohne Deckbau!

 was ist keyforge? 

KeyForge: Ruf der Archonten ist das neue Kartenspiel vom Spieldesigner Richard Garfield, dem Erfinder von Magic: The Gathering. Aber zum Glück ist es kein weiteres TCG (Trading Card Game) oder LCG (Living Card Game). Es ist das weltweit erste Unique Game (Einzigartiges Deck-Kartenspiel). Was bedeutet, dass jedes Deck, das man kauft, einzigartig und somit ein Unikat ist. Unglaublicherweise gibt es 24 Millionen unterschiedliche und einzigartige Decks. Jedes Unique-Deck (UDG) hat einen eigenen Namen und Archonten-Avatar und ist mit einer eigenen einzigartigen Mischung aus Karten aus drei Fraktionen bestehend aus 36 Karten + Avatar/Deckliste (diese ist doppelseitig und dadurch die 37. Karte), Taktiken und strategischem Potential gefüllt.


VON TECHNIC ZU KEYFORGE 

2016 stellte Richard Garfield FFG sein neues und ehrgeiziges Kartenspiel „Technic“ vor. Es war ein 1 gegen 1 Spiel, bei dem für jeden Spieler ein einzelnes zufälliges Deck aus einem lustigen, wenn auch frühen Spieldesign bestand. Für jedes Deck war eine völlig einzigartige Sortierung vorgesehen (aus einem festen Pool von Karten). Der Inhalt jedes Decks sollte von Spielern nicht angepasst werden, nicht vor, nicht während und nicht nach dem Spielen.

Richards Prototyp enthielt außerdem eine zufällige Namensgenerierung und eine prozedurale Darstellung der Kartenrückseiten für jedes Deck. Mit anderen Worten, jedes Deck hätte seinen eigenen Namen, seine eigene Kunst und seine eigene Spielpersönlichkeit!

Richards erste Technik diente als Kerndesign des Spiels, als das eingesetzte Team von FFG-Entwicklern mit der Arbeit an dem Spiel begann. Richards ursprüngliche Konzepte wie Karten ohne Spielkosten, drei Fraktionen pro Stapel und die drei Totems (spätere Schlüssel) sind als wesentliche Grundlagen des Spiels erhalten geblieben.


 WAS MACHT KEYFORGE
ANDERS?

Der wohl größte Unterschied zu anderen TCG und LCG Kartenspielen ist der, dass man bei KeyForge seine Decks nicht verändern kann. „Aufschrei, Revolution“! Was gleichzeitig bedeutet, dass es keinen Deckbau gibt. Es werden auch keine Booster oder Karten nachgekauft, man spielt einfach mit seinem zufälligen erworbenen Deck. Es gibt auch kein Mana, Energie, Gold oder irgendwelche anderen Ressourcen, die schon Ermüdungserscheinungen haben. Theoretisch kann man jede Karte ohne Kosten ausspielen. 

Aber so einfach wird es den Spielern dann doch nicht gemacht, denn jedes Deck besteht aus drei von sieben Fraktionen. Und nur eine dieser drei kann pro Zug aktiviert werden, wodurch KeyForge zu einem richtigen Strategie-Brainburner wird. Zusätzlich dazu gibt es auch keinen Deck-Tod. Bedeutet, wenn der Nachziehstapel leer ist, wird der Abwurfstapel wie bei einem klassischen Deckbuilder wieder gemischt und zu einem neuen Nachziehstapel. Man zieht nach und spielt weiter.


 ARGUMENTE
 FÜR EINSTEIGER

KeyForge ist in meinen Augen der perfekte Einstieg in die gehobene Kartenspiel-Kultur. Denn die größte Hürde bei den meisten Interessierten, Neulingen und Gelegenheitsspielern sind zum einen die fortlaufenden Kosten bei einem TCG- oder LCG-Format. Ob man jetzt durch Booster (TCG) zufällig Karten kaufen muss, um sein perfektes Deck zusammenzustellen, oder wie beim LCG monatlich zum Deckkauf gezwungen wird, wenn man „up to date“ bleiben möchte, all das kostet auf Dauer richtig viel Geld. Genau das fällt bei KeyForge (UGD) weg. Hier kann man einfach drauflos spielen und muss sich nicht intensiv und tagelang über bessere Karten, Upgrades oder das aktuelle Meta Gedanken machen.

Beispiel: Bei einem TCG kauft man sich drei Booster und kann damit noch nichts machen. Für das gleiche Geld erhält man bei KeyForge (UDG) ein fertiges, spielbares und dazu noch einzigartiges Deck und kann mit Freunden oder auf Turnieren los spielen!


ARGUMENTE FÜR  
VIEL- UND TURNIERSPIELER  

Für die Viel- und Turnierspieler spricht die tolle Spielmechanik des Spiels. Die Grundregeln sind zwar sehr einfach gehalten, sind aber durch die vielen unterschiedlichen Fähigkeiten komplex und es steckt zusätzlich viel Strategie und Tiefe darin, wann man zu welcher Zeit eine seiner drei Fraktionen ausspielt und aktiviert. Ob man angreift oder erntet, um zusätzliche Kristalle zu erhalten. Die 7 Fraktionen spielen sich unter-schiedlich und in den jeweiligen Kombinationen spielt es sich dadurch schon sehr variantenreich und unterschiedlich. 

Die Spieler müssen das Deck beim Spielen entdecken und die Synergien selbständig herausfinden. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass man sich keine Youtube-Beiträge oder Deckseiten anschauen kann, um Strategien nachzubauen oder zu klonen. Was ich persönlich richtig gut finde, da man so endlich gegen verschiedene Decks spielt und nicht wie zuvor gegen immer die gleichen. Hier muss man wirklich selbständig sein Deck entdecken und herausfinden, wie man dieses am besten spielen und damit gewinnen kann. Was einen Reiz für den Viel- und Turnierspieler darstellt und damit auch diese Zielgruppe abdecken wird. Es geht halt nur darum, das Beste aus den Kombinationsmöglichkeiten des eigenen Kartenpools und seinem einzigartigen Deck herauszuholen.


wie ist das balancing

Ich konnte KeyForge schon auf Herz und Nieren spielen und testen. Denn zum Einen habe ich mir die print and play-Version (sieben Decks) heruntergeladen und kam zum Anderen in den Genuss, zusätzlich dazu noch an drei Turnieren (Asmodee Pre-Release und 2x Mage Store Düsseldorf Pre-Release) teilzunehmen. Dabei konnte ich bis jetzt nur wenig Unbalancing feststellen. Aber bei einem Deck muss ich anmerken, dass darin eine Karte enthalten ist („ Opferaltar“), womit man durch eine Aktion und das Verbannen einer befreundeten Mensch-Kreatur eine Kreatur aus dem Ablagestapel spielen kann. Aber im gesamten Deck gibt es nicht eine einzige derartige Kreatur. Und auch nicht die Möglichkeit, eventuell eine Kreatur des Gegenspielers – zumindest vorübergehend – zu einer „befreundeten Kreatur“ zu machen. Was für den Spieler einen Nachteil darstellt, weil er somit eine Karte nicht richtig spielen kann und dadurch eine spielbare Karte weniger enthält. Sie schenkt aber trotz allem dem Spieler ein Amber, welches im Spiel extrem wichtig ist, und ist somit nicht komplett nutzlos.

Bei der Anzahl von Kombinationen wird wohl jedem klar werden, dass es ein fast unmögliches Unterfangen darstellt, ein vernünftiges Balancing zu Stande zu bringen. Aber die Frage ist viel mehr die, ist das überhaupt von Fantasy Flight Games so gewollt? Denn wenn der Spieler das Gefühl bekommt, sein Deck ist im Vergleich zu anderen Decks schlechter oder er ist als Spieler benachteiligt, wird er sich mit aller Wahrscheinlichkeit ein neues Deck zulegen, was aber keine Garantie gibt, dass dieses besser oder stärker ist. 

Oft liegt es aber auch daran, dass man mit einem Deck weniger gut klarkommt und es einem persönlich nicht liegt. Denn wenn wir anschließend getauscht haben, hat sich das wieder ganz anders angefühlt und der Spielausgang hat sich dann öfters gedreht!

Ansonsten hat die Ketten-Tabelle geholfen und fanden alle fair und gut geregelt. Denn die Lösungen, wie man schlechtere Decks durch die Ketten-Tabelle ausgleicht, finde ich eine gute Lösung und funktioniert. Man muss jetzt ganz genau abwägen, wie lange, wie viel Karten ich weniger pro Runde nachziehen darf, nur weil ich das vermutliche stärkere Deck spielen will.

Auch die Vorstellung, dass beide mit dem schlechtesten Deck zocken und bei Spielbeginn tauschen, ist super bedacht. So kann keiner den anderen hintergehen und man kommt zu einer ganz neuen Herausforderung!


wird es für keyforge
turniere
geben?

Es wird natürlich auch für KeyForge Turniere geben.
Hier wird es zwei Varianten geben:
● Sealed: hier kauft und spielt man ein ungeöffnetes Deck.
● Archon: Jeder Spieler bringt sein eigenes Deck mit und spielt dieses auf dem Turnier.

Sollte ein Spieler keins besitzen, kann er sich vorab noch ein Deck kaufen. Es soll aber noch weitere Ideen und Varianten von Turnierformaten in Zukunft geben.

SEALED AUCTION: Spieler kaufen ein ungeöffnetes Deck. Jedes Deck wird geöffnet und allen Spielern gezeigt. Dann fängt die Auktion an, um zu bestimmen, welcher Spieler welches Deck im Turnier spielen wird. Die Spieler nominieren ein Deck durch Zufallsprinzip und der Spieler, der das Deck geöffnet hat, fängt an, auf die Ketten zu bieten. Dann wird reihum geboten, bis alle gepasst haben oder ein Deck haben. Das Deck, welches dadurch gewonnen wurde, wird für das gesamte Turnier das erste Spieldeck sein. Am Ende bekommt jeder das Deck zurück, welches er am Anfang (vor der Auktion) gekauft hat.

ADAPTIVE: Spieler bringen oder kaufen ein Deck. Die Spieler benutzen ihr eigenes Deck für das erste Spiel und das gegnerische Deck für das zweite Spiel. Falls bei einem Best of Three-Spiel ein drittes Spiel notwendig ist, starten die Spieler die Auktion mit dem Kettensystem für das Gewinnerdeck, beginnend mit dem ursprünglichen Besitzer des Decks.

SURVIVAL: Spieler bringen oder kaufen 2 Decks. Jede Runde wird 1 Deck ihrer Wahl gespielt und kann nicht mehr eingesetzt werden, wenn damit verloren wurde. Spieler scheiden aus, wenn sie keine Decks mehr haben.

GAUNTLET: Spieler kaufen oder bringen 3 Decks mit. Bevor ein Best of Three-Spiel startet, sucht sich jeder Spieler vom Gegenspieler ein Deck aus, welches nicht gespielt werden soll. Die Spieler selektieren dann im Geheimen eines der übrigen Decks aus, mit welchem sie anfangen wollen. Bei einem Sieg muss ein anderes Deck ausgewählt werden.

Ich habe am Pre-Release Turnier in Essen, welches von Asmodee ausgerichtet wurde, teilgenommen und konnte mir somit schon einmal einen guten Einblick verschaffen, was Turnierspieler erwartet.

Das Event war ausverkauft und es haben 64 Teilnehmer daran teilgenommen, davon ca. 30 % ausländische Spieler, die aus den Niederlanden, Frankreich und weiteren Ländern angereist kamen, um den Start von KeyForge mitzuerleben. Mein Ergebnis war zwar nicht der Rede wert (2:3), hatte aber sehr viel Spaß gemacht und meine Eindrücke vom Spiel haben sich dadurch nur noch verstärkt.


Des Weiteren habe ich beim Pre-Release Turnier Event vom Mage Store in Düsseldorf teilgenommen. Der Laden war gut besucht, da weit über 30 Spieler dran teilnahmen. Es waren einige Neulinge dabei und viele erfahrene Spieler, vorwiegend aus dem LCG-Bereich. Mir ist auch schon in Essen aufgefallen, dass der Anteil von LCG zu TCG-Spielern extrem hoch war. Diesmal wurde es im Vergleich zu Essen deutlich schneller gespielt, da man nur 30 Minuten Zeit hatte und gleichzeitig „Best of one“ gespielt wurde. Also bei einem Sieg ist das Spiel vorbei. Am Ende konnte sich in Düsseldorf eine der wenigen Frauen, Pia Bolenz durchsetzen und den Männern gekonnt aufzeigen, wie man richtig schmiedet!
An dieser Stelle nochmal Herzlichen Glückwunsch zum Sieg!

Pia Bolenz 
Gewinnerin vom
MAGE STORE KeyForge
Pre-Realese Turnier
in Düsseldorf

Wir sind gespannt, was sich Fantasy Flight Game aus-gedacht hat, um die Turnierspieler bei Laune und an der Stange zu halten. Und hoffentlich hat man aus den Fehlern gelernt, die man bei „Star Wars Destiny“ gemacht hat.

Thomas vom Brettspiel Hero (YouTube) erklärt Euch die Reglen
 zu KeyForge

UNIQUE-SPIEL
WIRD ZUR GOLDGRUBE! 

Das neue Kartenspiel von Richard Garfield wurde gerade erst veröffentlicht, und schon werden für Decks mit bestimmten Karten bei Online-Märkten wie Ebay bereits horrende Preise bezahlt. Da jedes versiegelte Deck eine Kartenliste besitzt, kann man diese vergleichen und schauen, ob diese Kombi-nation, die Anzahl der der seltenen wie auch leistungsstarken Karten für einen lukrativ und interessant erscheinen.

So wurden für das gerade sehr beliebte Vier-Mann-Reiterkarten Deck (Sanctum), was dazu gleich zweifach enthalten war, bei Ebay in Großbritannien wahnsinnige 1.100 USD erzielt! Weitere Reiter-Decks werden aktuell zwischen 200 bis 400 Euro verkauft.

Ich habe am Pre-Release Turnier in Essen, welches von Asmodee ausgerichtet wurde, teilgenommen und konnte mir somit schon einmal einen guten Einblick verschaffen, was Turnierspieler erwartet.

Das Event war ausverkauft und es haben 64 Teilnehmer daran teilgenommen, davon ca. 30 % ausländische Spieler, die aus den Niederlanden, Frankreich und weiteren Ländern angereist kamen, um den Start von KeyForge mitzuerleben. Mein Ergebnis war zwar nicht der Rede wert (2:3), hatte aber sehr viel Spaß gemacht und meine Eindrücke vom Spiel haben sich dadurch nur noch verstärkt.


Ich habe am Pre-Release Turnier in Essen, welches von Asmodee ausgerichtet wurde, teilgenommen und konnte mir somit schon einmal einen guten Einblick verschaffen, was Turnierspieler erwartet.

Das Event war ausverkauft und es haben 64 Teilnehmer daran teilgenommen, davon ca. 30 % ausländische Spieler, die aus den Niederlanden, Frankreich und weiteren Ländern angereist kamen, um den Start von KeyForge mitzuerleben. Mein Ergebnis war zwar nicht der Rede wert (2:3), hatte aber sehr viel Spaß gemacht und meine Eindrücke vom Spiel haben sich dadurch nur noch verstärkt.



KEYFORGE WEBSITE
COMPANION APP

Mit der App könnt ihr den QR-Code auf der Rückseite der Archonten-Karte eures Decks scannen. Alternativ könnt ihr auch einfach den fünfzehnstelligen Code auf der Rückseite der Archonten-Karte eingeben, um das KeyForge Deck eurem Profil hinzuzufügen. Sobald ihr eure Decks registriert habt, könnt ihr komplette Statistiken und Kartenlisten einsehen, Decks nach Favoriten sortieren und mit verschiedenen Filtern suchen, um sich auf jedes Match vorzubereiten. Dort könnt ihr Euch auch zu jedem Deck Notizen machen.

Eure Profilseite verlinkt direkt zu eurem Asmodee.net-Konto. Für jedes Deck, das ihr zum ersten Mal registriert und so entdeckt, erhaltet ihr eine Æmberscherbe, die als Währung von KeyForge dienen. Während des Aufbruchs der Entdecker verdient ihr Æmberscherben für die Entdeckung von Decks und könnt diese Scherben verwenden, um Zugang zu speziellen Events und Preisen zu erhalten.

kritik? 

Für mich gibt es so gut wie nichts zu kritisieren, weil ich Idee, Mechanik und Strategietiefe vom Spiel bis jetzt einwandfrei finde. Das Einzige, was überhaupt nicht klar geht, ist, dass es in der Grundbox keine kompletten Regeln zum Spiel gibt! Denn dort werden nur die Schnellstart-Regeln beigelegt, welche aber keinem was nützen, insbesondere den Neulingen nicht! Denn somit werden keine Fähigkeiten der Karten beschrieben und man schaut blöd in die Röhre!

 Ich weiß nicht, wie so etwas passieren konnte oder ob das eine Marketingstrategie von FFG / Asmodee ist. Denn die kann man sich jetzt bei Asmodee herunterladen. Aber für einen Preis von ca. 40€ geht so etwas nicht, wie ich finde.

Leider war das nicht das erste Mal, den bei bei Star Wars-Destiny war es leider genauso, sehr traurig!

fazit: Tobias
Vielspieler
Vielspielerin
fazit: pia
fazit: Tobias
Gaming Wolves
fazit

VERLAG: Fantasy Flight Games, Asmodee
AUTOREN:  Richard Garfield
GRAFIK: Unterschiedliche
ERSCHEINUNGSJAHR: 2018
SPRACHE: Deutsch
SPIELER: 2 Spieler
ALTER: ab 14 Jahren
DAUER: 30-60 Minuten
PREIS: 
Starter Set: ca. 34 €
Decks: ca. 9 €